IRB.DE
IRB = Informationen – Recherchen – Berichte

Glossar: Wärmeübertragung: Methoden & Unterschiede

Ratgeber: Wärmeübertragung - Methoden und Unterschiede

Ratgeber: Wärmeübertragung - Methoden und Unterschiede
Bild: BauKI / BAU.DE

BauKI Logo BauKI Hinweis : Die nachfolgenden Inhalte wurden mit KI-Systemen erstellt.
Die Inhalte können unvollständig, fehlerhaft oder nicht aktuell sein. Überprüfen Sie alle Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig. Die Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es erfolgt keine Rechts-, Steuer-, Bau-, Finanz-, Planungs- oder Gutachterberatung. Für Entscheidungen oder fachliche Bewertungen wenden Sie sich bitte immer an qualifizierte Fachleute. Die Nutzung der Inhalte erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne Gewähr.

Logo von BauKI BauKI: Glossar - Relevante Begriffe prägnant erkärt

Dieses Glossar erklärt wichtige Begriffe im Zusammenhang mit Wärmeübertragung, Wärmeleitung und den verschiedenen Mechanismen des Wärmetransports. Es werden die physikalischen Grundlagen und die technischen Anwendungen der Wärmeübertragung erläutert. Ziel ist es, ein grundlegendes Verständnis für die Prozesse zu vermitteln, die bei der Wärmeübertragung eine Rolle spielen. Die korrekte Anwendung dieser Prinzipien ist entscheidend für die Energieeffizienz in Gebäuden und industriellen Anlagen.

Glossar - Schnellsprungziele

Abstrahlungsvermögen

Das Abstrahlungsvermögen (ε) eines Materials beschreibt seine Fähigkeit, Wärme in Form von elektromagnetischer Strahlung abzugeben. Es ist ein Wert zwischen 0 und 1, wobei 1 einem idealen schwarzen Körper entspricht, der die maximale Menge an Wärme abstrahlt. Das Abstrahlungsvermögen hängt von der Oberflächentemperatur und den Materialeigenschaften ab und ist wichtig für die Berechnung des Wärmeverlusts durch Strahlung.

  • Abkürzungen: ε
  • Wortvariationen: Emissionsgrad, Emissivität
  • Internationale Begriffe: EN: Emissivity, FR: Émissivité, ES: Emisividad, IT: Emissività
  • Synonyme: Wärmestrahlungskoeffizient
  • Abgrenzung: Reflexionsvermögen, Absorptionsvermögen
  • Verwandte Konzepte: Wärmestrahlung, Schwarzer Körper, Infrarotstrahlung, Oberflächentemperatur
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Wärmeübertragung, Materialwissenschaft
  • Anwendungsbereiche: Berechnung von Wärmeverlusten durch Strahlung, Auswahl von Materialien für Heizkörper und Kühlkörper, Bestimmung der Oberflächentemperatur mittels Infrarotthermografie

Konvektion

Konvektion ist eine Form der Wärmeübertragung, die durch die Bewegung von Flüssigkeiten oder Gasen entsteht. Warme Fluide steigen auf, während kalte Fluide absinken, wodurch ein Wärmetransport durch Strömung entsteht. Die Konvektion kann natürlich (durch Dichteunterschiede) oder erzwungen (durch Ventilatoren oder Pumpen) erfolgen. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Wärmeübertragung in Heizungs- und Kühlsystemen.

  • Wortvariationen: Wärmeströmung
  • Internationale Begriffe: EN: Convection, FR: Convection, ES: Convección, IT: Convezione
  • Synonyme: Wärmeübergang durch Strömung
  • Abgrenzung: Wärmeleitung, Wärmestrahlung
  • Verwandte Konzepte: Wärmeübertragung, Fluide, Strömung, Heizung, Kühlung
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Fluidmechanik, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Kühlung von elektronischen Bauteilen, Heizung von Räumen, Wärmeübertragung in Wärmetauschern, natürliche Zirkulation in Solarkollektoren

Konvektiver Wärmeübergangskoeffizient

Der konvektive Wärmeübergangskoeffizient (h) beschreibt die Effizienz des Wärmeübergangs zwischen einer Oberfläche und einem Fluid aufgrund von Konvektion. Er hängt von den Eigenschaften des Fluids, der Strömungsgeschwindigkeit und der Geometrie der Oberfläche ab. Ein hoher Wärmeübergangskoeffizient bedeutet einen effizienten Wärmeübergang. Er wird in W/(m²·K) gemessen.

  • Abkürzungen: h
  • Wortvariationen: Wärmeübergangszahl
  • Internationale Begriffe: EN: Convective heat transfer coefficient, FR: Coefficient de transfert thermique convectif, ES: Coeficiente de transferencia de calor convectivo, IT: Coefficiente di scambio termico convettivo
  • Synonyme: Wärmeübergangskoeffizient
  • Abgrenzung: Wärmeleitfähigkeit, Abstrahlungsvermögen
  • Verwandte Konzepte: Konvektion, Wärmeübertragung, Fluide, Wärmeübergang
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Fluidmechanik, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Berechnung des Wärmeübergangs in Wärmetauschern, Optimierung von Kühlkörpern, Bestimmung der Heizleistung von Heizkörpern

Oberflächenwiderstand

Der Oberflächenwiderstand ist der Wärmewiderstand, der an der Grenzfläche zwischen einem Festkörper und einem Fluid (Gas oder Flüssigkeit) auftritt. Er entsteht durch die Behinderung des Wärmeübergangs aufgrund der Grenzschichtbildung und der Oberflächenbeschaffenheit. Ein hoher Oberflächenwiderstand reduziert die Effizienz der Wärmeübertragung. Er ist besonders relevant bei der Wärmeübertragung durch Konvektion.

  • Wortvariationen: Wärmeübergangswiderstand
  • Internationale Begriffe: EN: Surface resistance, FR: Résistance superficielle, ES: Resistencia superficial, IT: Resistenza superficiale
  • Synonyme: Wärmeübergangswiderstand an der Oberfläche
  • Abgrenzung: Wärmeleitwiderstand
  • Verwandte Konzepte: Wärmeübertragung, Konvektion, Grenzschicht, Wärmeübergang
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Wärmeübertragung, Oberflächenphysik
  • Anwendungsbereiche: Berechnung des Gesamtwärmedurchgangskoeffizienten, Optimierung von Oberflächen für den Wärmeübergang, Reduzierung von Wärmeverlusten

Stationäre Wärmeübertragung

Stationäre Wärmeübertragung liegt vor, wenn die Temperaturverteilung in einem Körper oder System sich zeitlich nicht ändert. Das bedeutet, dass die zugeführte und abgeführte Wärmemenge im Gleichgewicht sind. Die Berechnung der stationären Wärmeübertragung ist einfacher als die der instationären, da die Temperatur nur von den Ortskoordinaten abhängt.

  • Wortvariationen: Beharrungszustand der Wärmeübertragung
  • Internationale Begriffe: EN: Steady-state heat transfer, FR: Transfer thermique en régime permanent, ES: Transferencia de calor en estado estacionario, IT: Trasferimento di calore in regime stazionario
  • Synonyme: Zeitunabhängige Wärmeübertragung
  • Abgrenzung: Instationäre Wärmeübertragung
  • Verwandte Konzepte: Wärmeübertragung, Temperaturverteilung, Thermisches Gleichgewicht
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Berechnung von Wärmeverlusten durch Wände, Auslegung von Kühlkörpern, Analyse von Wärmeübertragung in Wärmetauschern

Transiente Wärmeübertragung

Transiente Wärmeübertragung (auch instationäre Wärmeübertragung genannt) beschreibt den Zustand, bei dem sich die Temperaturverteilung in einem Körper oder System zeitlich ändert. Dies tritt auf, wenn sich die Randbedingungen ändern, z.B. beim Aufheizen oder Abkühlen eines Objekts. Die Berechnung der transienten Wärmeübertragung ist komplexer als die der stationären, da die Temperatur sowohl von den Ortskoordinaten als auch von der Zeit abhängt.

  • Wortvariationen: Instationäre Wärmeübertragung
  • Internationale Begriffe: EN: Transient heat transfer, FR: Transfer thermique transitoire, ES: Transferencia de calor transitoria, IT: Trasferimento di calore transitorio
  • Synonyme: Zeitabhängige Wärmeübertragung
  • Abgrenzung: Stationäre Wärmeübertragung
  • Verwandte Konzepte: Wärmeübertragung, Temperaturverteilung, Aufheizen, Abkühlen
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Berechnung der Aufheizzeit von Öfen, Analyse des Abkühlverhaltens von Bauteilen, Simulation von Temperaturänderungen in Gebäuden

Wärme

Wärme ist eine Form von Energie, die aufgrund von Temperaturunterschieden zwischen Körpern oder Systemen übertragen wird. Sie ist die Energie, die benötigt wird, um die Temperatur eines Objekts zu erhöhen oder seinen Aggregatzustand zu ändern. Wärme wird in Joule (J) gemessen und ist ein wichtiger Bestandteil der Thermodynamik.

  • Wortvariationen: Thermische Energie
  • Internationale Begriffe: EN: Heat, FR: Chaleur, ES: Calor, IT: Calore
  • Synonyme: Thermische Energie
  • Abgrenzung: Arbeit, Innere Energie
  • Verwandte Konzepte: Temperatur, Energie, Thermodynamik, Wärmeübertragung
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Physik
  • Anwendungsbereiche: Erwärmung von Wasser, Betrieb von Wärmekraftwerken, Heizung von Gebäuden, Kochen von Speisen

Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke ist ein Bereich in der Gebäudehülle, durch den Wärme verstärkt nach außen abgeleitet wird. Dies kann durch geometrischeFormen (z.B. Ecken), Materialunterschiede (z.B. Stahlträger in einer gedämmten Wand) oder konstruktive Details (z.B. ungedämmte Fensterrahmen) verursacht werden. Wärmebrücken führen zu höheren Heizkosten, Kondenswasserbildung und Schimmelpilzgefahr.

  • Wortvariationen: Kältebrücke, Wärmeableitung
  • Internationale Begriffe: EN: Thermal bridge, FR: Pont thermique, ES: Puente térmico, IT: Ponte termico
  • Synonyme: Wärmeableitungspfad
  • Abgrenzung: Wärmedämmung
  • Verwandte Konzepte: Wärmeverlust, Kondensation, Schimmelpilz, Gebäudehülle
  • Fachgebiete: Bauphysik, Wärmeübertragung, Gebäudeenergieeffizienz
  • Anwendungsbereiche: Identifizierung von Wärmebrücken mittels Thermografie, Vermeidung von Wärmebrücken bei der Bauplanung, Sanierung von Wärmebrücken zur Reduzierung von Wärmeverlusten

Wärmedämmung

Wärmedämmung ist die Reduzierung des Wärmeflusses zwischen zwei Bereichen mit unterschiedlichen Temperaturen. Sie wird durch den Einsatz von Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit erreicht. Wärmedämmung dient dazu, Wärmeverluste zu minimieren, den Energieverbrauch zu senken und den Wohnkomfort zu erhöhen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil energieeffizienten Bauens.

  • Wortvariationen: Isolierung, Dämmstoff
  • Internationale Begriffe: EN: Thermal insulation, FR: Isolation thermique, ES: Aislamiento térmico, IT: Isolamento termico
  • Synonyme: Wärmeschutz
  • Abgrenzung: Wärmeleitung
  • Verwandte Konzepte: Wärmeverlust, Energieeffizienz, Dämmmaterialien, Gebäudehülle
  • Fachgebiete: Bauphysik, Wärmeübertragung, Gebäudeenergieeffizienz
  • Anwendungsbereiche: Dämmung von Wänden, Dächern und Böden, Auswahl von Dämmmaterialien, Berechnung der Dämmstoffdicke

Wärmedurchgangskoeffizient

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) ist ein Maß für den Wärmeverlust durch ein Bauteil (z.B. Wand, Fenster, Dach). Er gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und pro Grad Temperaturunterschied zwischen innen und außen verloren geht. Ein niedriger U-Wert bedeutet eine gute Wärmedämmung. Der U-Wert wird in W/(m²·K) gemessen.

  • Abkürzungen: U
  • Wortvariationen: U-Wert, Wärmedämmwert
  • Internationale Begriffe: EN: Heat transfer coefficient, FR: Coefficient de transmission thermique, ES: Coeficiente de transmitancia térmica, IT: Coefficiente di trasmittanza termica
  • Synonyme: U-Wert
  • Abgrenzung: Wärmeleitfähigkeit
  • Verwandte Konzepte: Wärmedämmung, Wärmeverlust, Gebäudehülle, Energieeffizienz
  • Fachgebiete: Bauphysik, Wärmeübertragung, Gebäudeenergieeffizienz
  • Anwendungsbereiche: Berechnung des Wärmeverlusts durch Bauteile, Vergleich von Bauteilen hinsichtlich ihrer Wärmedämmung, Nachweis der Einhaltung von energetischen Anforderungen

Wärmedurchlasswiderstand

Der Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert) ist das Maß für den Widerstand eines Materials gegen den Wärmedurchgang. Er ist der Kehrwert der Wärmeleitfähigkeit dividiert durch die Dicke des Materials. Ein hoher R-Wert bedeutet eine gute Wärmedämmung. Der R-Wert wird in (m²·K)/W gemessen.

  • Abkürzungen: R
  • Wortvariationen: Wärmedämmwert
  • Internationale Begriffe: EN: Thermal resistance, FR: Résistance thermique, ES: Resistencia térmica, IT: Resistenza termica
  • Synonyme: Wärmedämmwert
  • Abgrenzung: Wärmeleitfähigkeit
  • Verwandte Konzepte: Wärmedämmung, Wärmeverlust, Gebäudehülle, Energieeffizienz
  • Fachgebiete: Bauphysik, Wärmeübertragung, Gebäudeenergieeffizienz
  • Anwendungsbereiche: Berechnung des Wärmeverlusts durch Bauteile, Vergleich von Bauteilen hinsichtlich ihrer Wärmedämmung, Nachweis der Einhaltung von energetischen Anforderungen

Wärmekapazität

Die Wärmekapazität (C) eines Stoffes gibt an, wie viel Wärmeenergie benötigt wird, um die Temperatur einer bestimmten Masse dieses Stoffes um ein Grad Celsius (oder Kelvin) zu erhöhen. Sie ist eine Stoffeigenschaft und wird in Joule pro Kelvin (J/K) oder Joule pro Kilogramm und Kelvin (J/(kg·K)) angegeben. Materialien mit hoher Wärmekapazität können viel Wärme speichern, ohne dass sich ihre Temperatur stark ändert.

  • Abkürzungen: C
  • Wortvariationen: Spezifische Wärmekapazität
  • Internationale Begriffe: EN: Heat capacity, FR: Capacité thermique, ES: Capacidad calorífica, IT: Capacità termica
  • Synonyme: Wärmespeicherfähigkeit
  • Abgrenzung: Wärmeleitfähigkeit
  • Verwandte Konzepte: Thermische Trägheit, Wärmespeicher, Temperaturstabilität
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Materialwissenschaft
  • Anwendungsbereiche: Auslegung von Wärmespeichern, Auswahl von Materialien für Kühlkörper, Berechnung der Aufheizzeit von Öfen

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit (λ) eines Materials beschreibt seine Fähigkeit, Wärme durch Wärmeleitung zu transportieren. Sie gibt an, wie viel Wärme pro Zeiteinheit durch eine Materialschicht mit einer bestimmten Dicke und Fläche fließt, wenn ein Temperaturunterschied zwischen den beiden Seiten besteht. Ein hoher Wert bedeutet eine gute Wärmeleitung, ein niedriger Wert eine gute Wärmedämmung. Die Wärmeleitfähigkeit wird in Watt pro Meter und Kelvin (W/(m·K)) gemessen.

  • Abkürzungen: λ
  • Wortvariationen: Wärmeleitzahl
  • Internationale Begriffe: EN: Thermal conductivity, FR: Conductivité thermique, ES: Conductividad térmica, IT: Conducibilità termica
  • Synonyme: Wärmeleitvermögen
  • Abgrenzung: Wärmedämmung
  • Verwandte Konzepte: Wärmeleitung, Wärmedämmung, Materialeigenschaften, Temperaturgradient
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Materialwissenschaft, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Auswahl von Materialien für Wärmeleiter und Wärmedämmstoffe, Berechnung des Wärmeverlusts durch Bauteile, Optimierung von Kühlkörpern

Wärmeleitung

Wärmeleitung ist eine Form der Wärmeübertragung, die durch die Bewegung von Atomen und Molekülen innerhalb eines festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffes erfolgt. Wärme wird von Bereichen höherer Temperatur zu Bereichen niedrigerer Temperatur übertragen, ohne dass sich der Stoff selbst bewegt. Die Effizienz der Wärmeleitung hängt von der Wärmeleitfähigkeit des Materials ab.

  • Wortvariationen: Wärmediffusion
  • Internationale Begriffe: EN: Thermal conduction, FR: Conduction thermique, ES: Conducción térmica, IT: Conduzione termica
  • Synonyme: Wärmetransport durch Stoff
  • Abgrenzung: Konvektion, Wärmestrahlung
  • Verwandte Konzepte: Wärmeübertragung, Temperaturgradient, Wärmeleitfähigkeit
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Materialwissenschaft, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Erwärmung eines Metallstabes am einen Ende, Wärmeübertragung durch eine Wand, Kühlung von elektronischen Bauteilen

Wärmeleitwiderstand

Der Wärmeleitwiderstand ist ein Maß dafür, wie stark ein Material den Wärmefluss durch Wärmeleitung behindert. Er ist definiert als das Verhältnis der Dicke des Materials zu seiner Wärmeleitfähigkeit. Ein hoher Wärmeleitwiderstand bedeutet eine gute Wärmedämmung. Der Wärmeleitwiderstand wird in (m·K)/W gemessen.

  • Wortvariationen: Wärmedämmwert
  • Internationale Begriffe: EN: Thermal resistance, FR: Résistance thermique, ES: Resistencia térmica, IT: Resistenza termica
  • Synonyme: Wärmedämmwert
  • Abgrenzung: Wärmeleitfähigkeit
  • Verwandte Konzepte: Wärmeleitung, Wärmedämmung, Materialeigenschaften
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Materialwissenschaft, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Berechnung des Wärmeverlusts durch Bauteile, Vergleich von Materialien hinsichtlich ihrer Wärmedämmung, Auslegung von Dämmschichten

Wärmestrom

Der Wärmestrom (Φ) ist die Menge an Wärmeenergie, die pro Zeiteinheit durch eine Fläche fließt. Er wird in Watt (W) gemessen und ist proportional zur Temperaturdifferenz und der Fläche sowie umgekehrt proportional zum Wärmewiderstand. Der Wärmestrom ist ein wichtiger Parameter bei der Berechnung von Wärmeverlusten und der Auslegung von Heizungs- und Kühlsystemen.

  • Abkürzungen: Φ
  • Wortvariationen: Wärmefluss
  • Internationale Begriffe: EN: Heat flux, FR: Flux thermique, ES: Flujo de calor, IT: Flusso termico
  • Synonyme: Wärmeflussdichte
  • Abgrenzung: Temperaturgradient
  • Verwandte Konzepte: Wärmeübertragung, Temperaturdifferenz, Wärmewiderstand
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Berechnung von Wärmeverlusten durch Wände, Auslegung von Heizkörpern, Analyse von Wärmeübertragung in Wärmetauschern

Wärmestrahlung

Wärmestrahlung ist eine Form der Wärmeübertragung, die ohne ein Medium auskommt. Sie basiert auf der Emission elektromagnetischer Wellen, insbesondere im Infrarotbereich, durch Körper aufgrund ihrer Temperatur. Die Wärmestrahlung ist proportional zur vierten Potenz der absoluten Temperatur (Stefan-Boltzmann-Gesetz). Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Wärmeübertragung zwischen der Sonne und der Erde sowie bei der Wärmeabgabe von Heizkörpern.

  • Wortvariationen: Thermische Strahlung
  • Internationale Begriffe: EN: Thermal radiation, FR: Rayonnement thermique, ES: Radiación térmica, IT: Irraggiamento termico
  • Synonyme: Infrarotstrahlung
  • Abgrenzung: Wärmeleitung, Konvektion
  • Verwandte Konzepte: Wärmeübertragung, Schwarzer Körper, Infrarot, Temperatur
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Elektromagnetismus, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Wärmeübertragung von der Sonne zur Erde, Wärmeabgabe von Heizkörpern, Messung von Oberflächentemperaturen mittels Infrarotthermografie

Wärmeübergang

Wärmeübergang bezeichnet den Prozess, bei dem Wärme von einem Fluid (Gas oder Flüssigkeit) auf eine feste Oberfläche oder umgekehrt übertragen wird. Er ist eine Kombination aus Konvektion und Wärmeleitung in der Nähe der Oberfläche. Die Effizienz des Wärmeübergangs wird durch den Wärmeübergangskoeffizienten beschrieben.

  • Wortvariationen: Wärmeübertragung an Oberflächen
  • Internationale Begriffe: EN: Heat transfer, FR: Transfert de chaleur, ES: Transferencia de calor, IT: Scambio termico
  • Synonyme: Wärmeübertragung zwischen Fluid und Festkörper
  • Abgrenzung: Wärmeleitung, Konvektion, Wärmestrahlung
  • Verwandte Konzepte: Wärmeübertragung, Konvektion, Wärmeübergangskoeffizient, Fluide
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Fluidmechanik, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Kühlung von elektronischen Bauteilen, Heizung von Räumen, Wärmeübertragung in Wärmetauschern

Wärmeübertragungskoeffizient

Der Wärmeübertragungskoeffizient (h) quantifiziert die Effizienz des Wärmeübergangs zwischen einem Fluid und einer Oberfläche. Er berücksichtigt sowohl die Konvektion im Fluid als auch die Wärmeleitung in der Nähe der Oberfläche. Ein hoher Wärmeübertragungskoeffizient bedeutet einen effizienten Wärmeübergang. Er wird in W/(m²·K) gemessen.

  • Abkürzungen: h
  • Wortvariationen: Wärmeübergangszahl
  • Internationale Begriffe: EN: Heat transfer coefficient, FR: Coefficient de transfert thermique, ES: Coeficiente de transferencia de calor, IT: Coefficiente di scambio termico
  • Synonyme: Wärmeübergangskoeffizient
  • Abgrenzung: Wärmeleitfähigkeit, Abstrahlungsvermögen
  • Verwandte Konzepte: Konvektion, Wärmeübertragung, Fluide, Wärmeübergang
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Fluidmechanik, Wärmeübertragung
  • Anwendungsbereiche: Berechnung des Wärmeübergangs in Wärmetauschern, Optimierung von Kühlkörpern, Bestimmung der Heizleistung von Heizkörpern

Wärmeübertragung

Wärmeübertragung ist der Prozess, bei dem Wärmeenergie von einem System oder Körper auf ein anderes übertragen wird, aufgrund einer Temperaturdifferenz. Es gibt drei Hauptarten der Wärmeübertragung: Wärmeleitung, Konvektion und Wärmestrahlung. Die Wärmeübertragung ist ein grundlegendes Konzept in der Thermodynamik und spielt eine wichtige Rolle in vielen technischen Anwendungen.

  • Wortvariationen: Wärmetransport
  • Internationale Begriffe: EN: Heat transfer, FR: Transfert de chaleur, ES: Transferencia de calor, IT: Trasferimento di calore
  • Synonyme: Wärmetransport
  • Abgrenzung: Arbeit, Innere Energie
  • Verwandte Konzepte: Temperatur, Energie, Thermodynamik, Wärmeleitung, Konvektion, Wärmestrahlung
  • Fachgebiete: Thermodynamik, Physik, Ingenieurwesen
  • Anwendungsbereiche: Heizung von Gebäuden, Kühlung von elektronischen Geräten, Betrieb von Wärmekraftwerken, Kochen von Speisen
▲ TOP ▲ ▼ ENDE ▼